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Steuern

Haben Sie ein Unternehmen? Erfahren Sie, wie viel Steuern Sie sparen können

Ronnie Grisanti ·GROVA Consulting ·19. Juni 2026 ·7 Min. Lesezeit

Wenn Ihr Unternehmen das Jahr mit hohen Gewinnen abschliesst, entscheiden Sie über einen Teil davon selbst: Er kann in Steuern fliessen – oder legal Ihre Vorsorge aufbauen. Bei hohen Einkommen geht es um Zehntausende von Franken.

Das Prinzip, vor den Tricks: legal Steuern sparen heisst nicht, Gewinne zu verstecken, sondern die Instrumente zu nutzen, die das Gesetz bietet. Das stärkste für Unternehmensführende ist die berufliche Vorsorge: Die einbezahlten Beiträge senken den steuerbaren Gewinn, und das Geld bleibt Ihres.

Warum die Vorsorge der wirksamste Steuerhebel ist

Der Gewinn der Gesellschaft wird besteuert. Die vom Unternehmen einbezahlten Vorsorgebeiträge sind jedoch ein abzugsfähiger Aufwand: Sie senken den steuerbaren Gewinn und damit die Steuer. Anders als bei anderem Aufwand fliesst das Geld hier nicht wirklich ab — es geht in Ihre 2. Säule, wo es in einem steuerlich privilegierten Umfeld wächst.

Im Tessin liegt die Gewinnsteuer der Gesellschaften je nach Gemeinde bei rund 15–16 % (Bund, Kanton und Gemeinde zusammen). Jeder Franken Gewinn, der in die Vorsorge verschoben und abgezogen wird, ist ein Franken, der diesem Satz entgeht.

Die konkreten Hebel

Ein grosszügigerer Vorsorgeplan

Die gesetzliche Mindest-BVG deckt nur eine Lohnspanne (bis rund CHF 90'720, mit einer Eintrittsschwelle um CHF 22'680). Über diesen Minima können Sie einen überobligatorischen Plan aktivieren: höhere, vom Unternehmen getragene und abzugsfähige Beiträge, die Ihr Alterskapital viel schneller aufbauen.

Die 1e-Pläne, für hohe Einkommen

Auf dem Lohnteil über der oberen BVG-Grenze (indikativ über CHF 132'000 pro Jahr) können Sie einen 1e-Plan nutzen: Sie wählen die Anlagestrategie Ihres Vorsorgekapitals selbst, und die Beiträge bleiben abzugsfähig. Es ist das Instrument, das genau für Inhaber und Kader mit hohen Löhnen gedacht ist.

Die freiwilligen BVG-Einkäufe

Weist Ihre 2. Säule Lücken auf (Jahre mit geringeren Einzahlungen), können Sie diese durch freiwillige Einkäufe schliessen, abzugsfähig von Ihrem steuerbaren Einkommen. Oft ist das der einfachste und unmittelbarste Schritt. Eine Grenze zum Merken: Nach einem Einkauf darf das Kapital während 3 Jahren nicht als Kapitalleistung bezogen werden.

Die 3. Säule (3a)

Nicht zu vergessen die Säule 3a, abzugsfähig bis rund CHF 7'200 pro Jahr für Personen mit Pensionskasse: bescheiden gegenüber den obigen Instrumenten, aber reines Steuersparen, Jahr für Jahr.

Beispiel. Ihre GmbH schliesst mit CHF 50'000 Mehrgewinn ab. Sie verwenden einen Teil davon für Ihre Vorsorge über einen grosszügigeren Plan (oder einen 1e auf dem hohen Lohnteil): Diese abzugsfähigen Beiträge senken den steuerbaren Gewinn. Bei einer Gewinnsteuer um 15–16 % spart das Unternehmen indikativ CHF 7'500–8'000 Steuern. Doch der eigentliche Punkt ist ein anderer: Diese 50'000 sind nicht in Steuern geflossen — sie sind in Ihrer Vorsorge, wo sie wachsen, und beim Bezug werden sie zu einem reduzierten Satz besteuert, getrennt vom übrigen Einkommen.

Wo die Vorsorge endet und der Treuhänder beginnt

Die Vorsorge ist der Hebel, den ein Berater wie wir direkt aktivieren kann. Der steuerliche Rahmen eines Unternehmens ist aber breiter: Abschreibungen, Rückstellungen, Abzüge für Forschung und Entwicklung, Beteiligungen und Dividenden. Das ist Sache von Treuhänder und Steuerfachperson — und wir arbeiten an ihrer Seite, nicht an ihrer Stelle: Sie haben eine einzige Regie, jeder leistet seinen Teil.

Eine Timing-Regel, die den Unterschied macht

Fast alle diese Hebel müssen vor dem Ende des Steuerjahres aktiviert werden: Ein im Dezember entschiedener BVG-Einkauf oder neuer Plan wirkt aufs laufende Jahr; im Januar entschieden, nicht. Wer rechtzeitig plant, spart; wer sich beim Abschluss daran erinnert, meist nicht.

Häufige Fragen

Spart die Vorsorge meinem Unternehmen wirklich Steuern?

Ja: Die vom Unternehmen einbezahlten Vorsorgebeiträge sind ein abzugsfähiger Aufwand und senken den steuerbaren Gewinn. Zudem fliesst das Kapital in Ihre Vorsorge statt in Steuern und wächst in einem steuerlich privilegierten Umfeld.

Was ist ein 1e-Plan und für wen lohnt er sich?

Es ist ein Vorsorgeplan für den hohen Lohnteil (indikativ über CHF 132'000 pro Jahr), bei dem Sie die Anlagestrategie selbst wählen. Er lohnt sich für Inhaber, Führungskräfte und Kader mit hohen Löhnen, die mehr abziehen und ihr Kapital steuern wollen.

Muss ich für die Steueroptimierung den Treuhänder wechseln?

Nein. Der Treuhänder bleibt Ihre Anlaufstelle für Abschluss und Steuererklärung. Wir kümmern uns um den Vorsorgehebel und koordinieren uns mit ihm: keine Überschneidung, eine einzige Regie.

Hohe Gewinne und zu viele Steuern?

Schauen wir gemeinsam, wie viel Sie legal von der Spalte «Steuern» in die Spalte «Ihre Vorsorge» verschieben können — mit den Zahlen Ihrer Situation, nicht abstrakt.

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Informativer Inhalt allgemeiner Natur; stellt keine Steuerberatung dar und ersetzt keine persönliche Beratung. Sätze, Schwellen und Beträge (BVG, 1e, 3a, Gewinnsteuer) ändern sich über die Zeit und je nach Gemeinde: Entscheidungen sind auf Ihre konkrete Situation und in Abstimmung mit Ihrem Treuhänder zu treffen.